R2b. Beispiele für von Peers (PAA) ausgeführte Aufgaben entlang des gesamten Versorgungskontinuums (SAMHSA 2023)

Einbindung in die Behandlung oder Schadensminderung

  • Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen an Orten durchführen, an denen sich Menschen mit Problemen im Zusammenhang mit Substanzkonsum aufhalten (z. B. Parks, Spritzentauschprogramme)
  • Naloxon-Kits bereitstellen und Schulungen durchführen
  • Peer-Begleitung für Patientinnen und Patienten nach einer Überdosierung, die in der Notaufnahme aufgenommen wurden, anbieten, um sie zur Aufnahme einer Behandlung zu motivieren
  • Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen bei inhaftierten Personen in Gefängnissen und Haftanstalten durchführen, die sich auf ihre Wiedereingliederung vorbereiten, um sie nach der Entlassung mit Behandlungsangeboten für Störungen durch den Konsum psychoaktiver Substanzen zu vernetzen

Stationäre Behandlung

  • Emotionalen Beistand leisten, indem Einzelgespräche mit Patientinnen und Patienten geführt werden
  • Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, sich je nach Bedarf in den Systemen des Gesundheitswesens, der Strafjustiz und der Kinder- und Jugendhilfe zurechtzufinden
  • Patientinnen und Patienten bei Aktivitäten außerhalb der Station begleiten (z. B. Mahlzeiten, Pausen im Freien, Besuche außerhalb der Station)
  • Die Perspektive der Patientinnen und Patienten gegenüber anderen Mitgliedern des Behandlungsteams einbringen und dabei die Anforderungen an die Vertraulichkeit wahren

Behandlung in einer psychosozialen Einrichtung

  • Kurse zum Wohlbefinden durchführen
  • Kurse zur Elternschaft durchführen
  • Programmteilnehmende in ihrem Genesungsprozess begleiten

Teilstationäre Behandlung und intensive ambulante Behandlung

  • Programmteilnehmende dabei unterstützen, Patinnen/Paten für Selbsthilfeprogramme zu finden
  • „Warme Übergaben“ (direkte Vorstellungen) an Leistungserbringende oder Peer-Begleitende der nächsthöheren Versorgungsebene durchführen

Ambulante Behandlung (einschließlich TAO)

  • Personen auf Wartelisten Unterstützung vor Behandlungsbeginn anbieten (persönlich, telefonisch)
  • Bei der Aufnahme unterstützen, u. a. indem neuen Programmteilnehmenden die Konzepte der Genesung und der Gemeinsame Krisenplan (PCC) vorgestellt werden
  • Mit Programmteilnehmenden einen Genesungsplan erstellen
  • Programmteilnehmende zu ihren medizinischen Terminen begleiten
  • Mit Programmteilnehmenden an Bewerbungen für Arbeitsstellen und Sozialleistungen arbeiten
  • Programmteilnehmende, die eine spezialisierte Behandlung wegen Störungen durch Substanzkonsum abschließen, unterstützen, indem sie vorab mit Selbsthilfeprogrammen vernetzt werden (sofern gewünscht)

Nach der spezialisierten Behandlung

  • Kurse zur Genesung anbieten (Aufrechterhaltung der Genesung)
  • Genesungs-Check-ins durchführen (persönlich, telefonisch oder per Telemedizin)
  • Soziale und Freizeitaktivitäten ohne Substanzen für ehemalige Programmteilnehmende organisieren
  • Genesungs-Selbsthilfegruppen moderieren
  • Workshops zu Computerkenntnissen leiten

Hauptquelle(n)

SAMHSA, « Incorporating Peer Support Into Substance Use Disorder Treatment Services (TIP 64) », Substance Abuse and Mental Health Services Administration, 2023. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK596262/.

Seite 97 (freie Übersetzung)

Dieses Merkblatt ergänzt einen Leitfaden zur Peer-Unterstützung in der Suchtarbeit, der im Rahmen des Projekts „Sucht im Spital“ erstellt wurde.

Es ist Teil eines thematischen Ressourcenhefts, das als PDF heruntergeladen werden kann.

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