R8c. Beispiel einer Stellenbeschreibung für Peers, die in einer universitären psychiatrischen Klinik (UPK) tätig sind

Funktionsbezeichnung: Betroffenenvertretung, Peer

Stelleninhaber/in (Name, Vorname): […]

Organisationseinheit (Klinik/Bereich/Abt.): Universitäre Psychiatrische Kliniken

Führungsbeauftragte/r: Pflegerische Abteilungsleitung

Stellvertretung: Keine Stellvertretung geplant

1. Auftrag

Die Betroffenenvertreterin, der Betroffenenvertreter oder Peer bringt die Perspektive der betroffenen Patientinnen und Patienten in möglichst viele behandlungs-relevante Bereiche einer Abteilung ein.

2. Hauptaufgaben

Klinische Tätigkeiten

  • Plant und konzipiert eine Gesprächsgruppe für Patientinnen/Patienten zum Thema Recovery gemäss Abteilungskonzept
  • Führt diese Gesprächsgruppe durch und evaluiert sie durch Einholen von Rückmeldungen der Teilnehmenden
  • Bringt die Betroffenenperspektive in Form von Einzelberatungen der Teammitglieder, an Fallbesprechungen und Teamsitzungen ein
  • Unterstützt Patientinnen und Patienten bei der Formulierung ihrer Anliegen durch Teilnahme an Patientengesprächen
  • Ist in der Funktion der Betroffenenvertretung Ansprechperson für Patientinnen und Patienten der Abteilung

Qualität

  • Kann bei Qualitätsprojekten der Pflege und Behandlung/Versorgung, sowie bei der Entwicklung von Pflegestandards einbezogen werden
  • Kann bei der Erarbeitung oder Aktualisierung des Abteilungskonzeptes, bei der Abteilungsorganisation und Ausbildungskonzepten einbezogen werden
  • Engagiert sich bei bei der Weiterentwicklung der Rolle und Möglichkeiten von Peers in psychiatrischen Institutionen
  • Nimmt regelmässig an spezifischer Supervision, Abteilungsforen sowie an Fort- und Weiterbildungen teil

Öffentlichkeitsarbeit

  • Stellt bei Bedarf die Funktion der Betroffenenvertretung vor

Lernende und Studierende

  • Sensibilisierung der Pflegenden in Ausbildung (FaGe, HF und FH) im Bezug auf die Betroffenenperspektive

Zusammenarbeitboration

  • Trägt zu einem konstruktiven interdisziplinären Arbeitsklima, mit dem Ziel der Begegnung von Fachpersonen, Patientinnen und Patienten auf gleicher Augenhöhe, bei

3. Spezifische Aufgaben

  • Übernahme von weiteren oder spezifischen Tätigkeiten (z.B. Qualitätsbefragungen, Einzelberatung von Patientinnen/Patienten etc.) nach individueller Absprache

Anforderungen und Kompetenzen

Erforderliche Ausbildung: DAS Ex-In oder vergleichbare Ausbildung

Fachgebiet : [ — ]

Erforderliche Erfahrung: Persönliche Erfahrung einer psychischen Erkrankung und eines stationären Aufenthalts

Spezial- und Erfahrungskenntnisse: EDV-Kenntnisse; guter mündlicher und schriftlicher Ausdruck; Fremdsprachenkenntnisse; transkulturelle Kenntnisse

Andere persönliche erforderliche: Kompetenzen Interesse an persönlicher Weiterentwicklung; flexibel; offen für Veränderungen; Kommunikations- und Kooperationskompetenz;

Finanzielle Kompetenzen : [ — ]

Personelle Kompetenzen : [ — ]

Weisungsbefugnis: Entscheidungskompetenz im definierten Aufgabenbereich, unter Berücksichtigung der Weisungen und Richtlinien der vorgesetzten Stelle. Mitsprache für das unter Punkt 1 und 2 umschriebene Aufgabengebiet

Zeichnungsbefugnis : [ — ]

Zusammenarbeit mit anderen Stellen/Abteilungen (intern/extern): Pflegeteam, ärztlicher Dienst, Sozialdienst, Pädagogischer Dienst, medizinisch-/therapeutischer Dienst, alle Einheiten der UPK

Mitgliedschaft in Gremien: Klinikspezifisch

Leiten von Gremien: Nach individueller Absprache

Spezifische physische und psychische Belastungen/Anforderungen/Gefahren: Fremdgefährdung (Aggressionen verbal und tätlich, Infektionen etc.)

Abweichungen von der Normalarbeitszeit : [ — ]

Informationen: Recht auf Informationen, die für Aufgabenerfüllung notwendig sind. Informationspflicht gegenüber Behandlungsteam gemäss Datenschutzbestimmungen UPK

Hauptquelle(n)

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel (UPK), « Stellenbeschreibung – Betroffenenvertretung, Peer», Märs 2022.

Dokument übergeben an die AG Peer-Hilfe im Suchtbereich. Freie Übersetzung.

Dieses Merkblatt ergänzt einen Leitfaden zur Peer-Unterstützung in der Suchtarbeit, der im Rahmen des Projekts „Sucht im Spital“ erstellt wurde.

Es ist Teil eines thematischen Ressourcenhefts, das als PDF heruntergeladen werden kann.

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