R2a. Sechs Umfelder, in denen Sucht-Peer-Begleiter tätig sein können (SAMHSA 2023)

1. Behandlungsprogramme für Substanzgebrauchsstörungen (Seiten 96-97)

  • Ambulante Behandlungsprogramme (outpatient)
  • Intensive ambulante Programme (intensive outpatient)
  • Stationäre Behandlungsprogramme
  • Krankenhausprogramme (inpatient hospital programs)
  • Teilstationäre Programme / Tagesklinik (partial hospitalization)
  • Opioid-Behandlungsprogramme – OBP (opioid treatment programs)
  • Medizinisch überwachte Entzugseinrichtungen (medically supervised withdrawal facilities)

2. Versorgungs- und Dienstleistungsumfelder außerhalb der spezialisierten Substanzgebrauchsstörungsbehandlung (Seiten 6-7 und 96)

  • Krankenhausnotaufnahmen (emergency departments)
  • Krankenhausstationen (inpatient hospital units)
  • Mobile Kriseneinheiten
  • Praxen der Primärversorgung (primary care)
  • Umfelder der Schadensminderung, einschließlich Spritzentauschprogramme (syringe services programs)
  • Sozial- und Jugendschutzämter (child welfare agencies)
  • Ersthelfer-Einrichtungen (first responder settings)
  • Strafrechtliche Umfelder: Problemlösungsorientierte Gerichte (problem-solving courts), Kautionsprogramme, Bewährungs-/Haftentlassungsdienste, Gefängnisse und Wiedereingliederungsprogramme

3. Gemeinschaftliche, auf Genesung ausgerichtete Umfelder (Seiten 6-7)

  • Gemeinschaftliche Genesungsorganisationen (RCOs) und Gemeinschaftliche Genesungszentren (RCCs)
  • Genesungsresidenzen (recovery residences): sichere Wohnformen, die nach demokratischen Selbstverwaltungsprinzipien funktionieren
  • Genesungsschulen (recovery schools): einschließlich Genesungs-Sekundarschulen und Genesungsprogramme an Hochschulen/Universitäten
  • Genesungsfreundliche Arbeitsplätze (recovery-friendly workplaces)
  • Genesungscafés (recovery cafés): substanzfreie Sozialräume
  • Genesungs-Ministerien (recovery ministries): Kultstätten, die genesungsbezogene Dienste anbieten

4. Spezifische Umfelder für Familien-Peer-Begleiter (Seite 185)

  • Programme für psychische Gesundheitsdienste
  • Gemeinschaftliche Genesungsorganisationen
  • Krankenhäuser (z. B. Notaufnahmen)
  • Problemlösungsorientierte Gerichte und Jugendjustiz
  • Jugendschutzämter (child welfare agencies)

5. Virtuelles Umfeld und Teledienste (Seiten 98-99)

Das Dokument hebt hervor, dass die COVID-19-Pandemie die Nutzung digitaler Technologien in den Peer-Support-Diensten (SSP) beschleunigt hat, einschließlich der Bereitstellung von Diensten per Telefon, Videokonferenz, mobilen Anwendungen und Online-Plattformen.

Es erwähnt auch die Bedeutung von Tele-SSP in ländlichen Gebieten, wo Peers Personen direkt in ihrer Gemeinde oder per Tele-Gesundheit erreichen können, um Transport- und Zugangshürden zu überwinden.

6. Aufsuchende Arbeit (outreach) in der Gemeinde (Seite 97)

Das Dokument präzisiert, dass bestimmte Peer-Aktivitäten außerhalb von Behandlungsumfeldern stattfinden, insbesondere die aufsuchende Arbeit auf der Straße (street outreach) an Orten, an denen sich Personen mit problematischem Substanzkonsum versammeln (Parks, Spritzentauschprogramme usw.).

Hauptquelle(n)

SAMHSA, « Incorporating Peer Support Into Substance Use Disorder Treatment Services (TIP 64) », Substance Abuse and Mental Health Services Administration, 2023. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK596262/.

Dieses Merkblatt ergänzt einen Leitfaden zur Peer-Unterstützung in der Suchtarbeit, der im Rahmen des Projekts „Sucht im Spital“ erstellt wurde.

Es ist Teil eines thematischen Ressourcenhefts, das als PDF heruntergeladen werden kann.

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