R5d. Leitlinien zur Förderung der Integration von Peer-Mitarbeitern im Krankenhaus (Englander et al. 2020)

Ein Finanzierungsmodell für das Programm etablieren…

  • … einschließlich des Gehalts der Peers, der Finanzierung der Peer-Supervision sowie einer Kasse für kleine Ausgaben.

Die Peer-Rolle klar definieren.

Eine institutionelle Verankerung innerhalb des Krankenhauses schaffen.

  • Einen klinischen Ansprechpartner oder Champion identifizieren.
  • Peers in ein Team integrieren. Peers in Teambesprechungen oder klinische Visiten sowie in regelmäßige Besprechungen zur Programmentwicklung und Qualitätsverbesserung einbeziehen.
  • Klare Kommunikationskanäle zwischen dem Peer-Supervisor und der Programmleitung einrichten.

Einen kollaborativen und strukturierten Prozess für die Rekrutierung und Bindung von Peers etablieren.

  • Die Krankenhausleitung einbeziehen.
  • Personen identifizieren und mit ihnen zusammenarbeiten, die Erfahrung in der Arbeit mit Peers haben.
  • Einen standardisierten Prozess zur Überprüfung des Hintergrunds erstellen.
  • Möglichkeiten zur Beobachtung für Kandidaten schaffen.
  • Prozesse zur Identifizierung und Unterstützung von Peers in Schwierigkeiten in ihrer Position einführen.
  • Prozesse einführen, um den Vertrag von Peers zu beenden, deren Profil nicht zur Position passt.

Peers identifizieren und rekrutieren, die in dieser Rolle erfolgreich sein könnten.

Eine anfängliche und fortlaufende Schulung für Peers sicherstellen, einschließlich Möglichkeiten für:

  • Begleitung des interprofessionellen Krankenhauspersonals, insbesondere Ärzte, Sozialarbeiter und Pflegekräfte.
  • Sich mit den Richtlinien und Verfahren des Arbeits- und Gesundheitsschutzes vertraut machen.
  • Die Anforderungen an die Vertraulichkeit kennen.
  • Die für Patienten geltenden Krankenhausregeln kennen.
  • Grundkenntnisse der medizinischen Behandlung häufiger Erkrankungen bei hospitalisierten Patienten mit einer Substanzgebrauchsstörung (SGS) erwerben.

Das Peer-Programm dem Krankenhauspersonal vorstellen.

  • Die Peers dem Krankenhauspersonal vorstellen (insbesondere durch Newsletter, persönliche Treffen und Plakate).
  • Kommunikationskanäle mit der Programmleitung vorsehen.

Regelmäßige und sinnvolle Supervision gewährleisten.

  • Zeit für regelmäßige Supervision einplanen (z. B. zweimal monatlich).
  • Sicherstellen, dass die Supervision Raum bietet, um emotionale Reaktionen auf die Arbeit zu verarbeiten, die eigene Genesung der Peers anzusprechen und die Treue zur Peer-Rolle zu unterstützen.
  • Möglichkeiten zur Selbstfürsorge unterstützen und deren Wert kommunizieren.

Hauptquelle(n)

Englander, H. et al.. Recommendations for integrating peer mentors in hospital-based addiction care. Substance abuse, 41(4), Article 4. Ovid MEDLINE(R). 2020. https://doi.org/10.1080/08897077.2019.1635968

Rezension der AG Peer-Unterstützung in der Suchtarbeit

Dieses Merkblatt ergänzt einen Leitfaden zur Peer-Unterstützung in der Suchtarbeit, der im Rahmen des Projekts „Sucht im Spital“ erstellt wurde.

Es ist Teil eines thematischen Ressourcenhefts, das als PDF heruntergeladen werden kann.

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